Windows stellt den Druck um: Was das für Ihre Systeme bedeutet
Microsoft verabschiedet sich schrittweise von klassischen Drittanbieter-Druckertreibern und setzt auf Standards wie IPP und Mopria. Erfahren Sie, welche Auswirkungen dieser Systemwechsel auf Ihre Druckinfrastruktur hat.

Das Drucken von Dokumenten gehört in fast jedem Betrieb zu den selbstverständlichsten IT-Abläufen. Solange der Druckauftrag sauber aus dem Gerät kommt, verschwendet kaum jemand einen Gedanken an die dahinterliegende Technik. Doch im Hintergrund bahnt sich eine grundlegende Änderung an: Microsoft stellt die Windows Druckerunterstützung Schritt für Schritt um und nimmt Abschied vom klassischen Drittanbieter-Druckertreiber.
Was steckt hinter dieser Umstellung, warum geht Microsoft diesen Weg und wie stellen Sie sicher, dass Ihre Hardware im Netzwerk auch in Zukunft reibungslos funktioniert?
Was Microsoft beim Drucken unter Windows verändert
Bisher verließ sich Windows beim Ansteuern von Druckern weitgehend auf spezifische Software und Driver der jeweiligen Druckerhersteller. Das bedeutete: Für jedes Gerät musste der passende herstellerspezifische Windows Druckertreiber installiert und über Updates aktuell gehalten werden.
Damit ist schrittweise Schluss. Microsoft beendet nach und nach den Support für traditionelle v3- und v4-Druckertreiber von Drittanbietern über das Windows-Update. Stattdessen setzt das Betriebssystem konsequent auf moderne, standardisierte Drucklösungen wie das Internet Printing Protocol (IPP) und den Mopria-Standard. Die Verbindung und Ansteuerung erfolgt künftig primär über systemeigene Universaltreiber.
Warum Microsoft diesen Schritt geht
Der Wechsel zu universellen Standards bringt für die IT-Landschaft wesentliche Vorteile mit sich:
- Erhöhte Sicherheit: Klassische Druckertreiber Windows von Drittanbietern liefen oft mit hohen Systemrechten und waren in der Vergangenheit immer wieder Einfallstore für Sicherheitslücken und Malware.
- Weniger Aufwand für die IT: Die Installation und Verwaltung unzähliger verschiedener Herstellertreiber auf den Clients entfällt.
- Höhere Systemstabilität: Fehlfunktionierende oder veraltete Treiber führen nicht mehr so leicht zu Abstürzen des gesamten Windows-Druckdienstes.
Welche Drucker und Systeme im Unternehmen betroffen sein können
Die gute Nachricht vorweg: Ältere Drucker hören nicht über Nacht auf zu drucken. Dennoch sollten Sie Ihre Infrastruktur genau analysieren.
Betroffen von Einschränkungen können vor allem ältere Multifunktionsgeräte sein, deren Hersteller keine modernen IPP- oder Mopria-Standards unterstützen. Auch spezielle Sonderfunktionen – wie erweiterte Endverarbeitungsoptionen (z. B. Heften, Locher-Kassetten, spezifische Schachtansteuerungen) – funktionieren mit generischen Universaltreibern oft nicht mehr wie gewohnt, wenn der herstellerspezifische Driver fehlt.
Checkliste: Was Unternehmen jetzt überprüfen sollten
Nutzen Sie die Übergangsphase für eine vorausschauende Bestandsaufnahme Ihrer Drucklandschaft:
- Bestand erfassen: Welche Druckermodelle und Multifunktionssysteme sind im Unternehmen aktiv im Einsatz?
- Treiber-Status prüfen: Werden aktuell klassische V3/V4-Herstellertreiber über den Druckserver verteilt?
- Kompatibilität testen: Unterstützen Ihre Geräte bereits moderne Standards wie IPP oder Mopria?
- Sonderfunktionen berücksichtigen: Benötigen bestimmte Abteilungen spezielle Druckoptionen (Formulardruck, Schachtauswahl), die gesondert konfiguriert werden müssen?
- Altgeräte identifizieren: Gibt es betagte Systeme, für die es keine Updates mehr gibt und die perspektivisch ersetzt werden müssen?
Nicht warten, bis der Druckauftrag plötzlich fehlschlägt
Microsoft rollt die Änderungen schrittweise aus, sodass Unternehmen Zeit zur Vorbereitung haben. Wer das Thema jedoch ignoriert, riskiert, dass nach künftigen Windows-Updates plötzlich Drucker ausfallen oder wichtige Funktionen fehlen.
Planen Sie die Umstellung frühzeitig, um Unterbrechungen im Betriebsablauf und hektische Notfall-Einsätze der IT-Abteilung zu vermeiden.
Fazit: Die Druckinfrastruktur rechtzeitig fit für die Zukunft machen
Der Abschied von klassischen Drittanbieter-Druckertreibern ist ein notwendiger Schritt hin zu mehr IT-Sicherheit und einfacherer Administration. Wer seine bestehenden Systeme jetzt analysiert und die Weichen stellt, sichert sich einen reibungslosen Übergang ohne böse Überraschungen im Arbeitsalltag.
Sie möchten sich nicht selbst um die technische Umstellung kümmern?
Kein Problem – Kappel & Dierolf nimmt Ihnen den gesamten Aufwand ab. Wir erfassen Ihren vollständigen Gerätebestand, analysieren Ihre Treiberlandschaft und identifizieren betagte Altgeräte, die nicht mehr zukunftsfähig sind. Wo nötig, unterstützen wir Sie direkt bei der Modernisierung und dem Austausch Ihrer Flotte. So stellen wir sicher, dass Ihre Drucker- und Scaninfrastruktur vom ersten Tag an optimal vorbereitet ist und Ihre Workflows nahtlos weiterlaufen.
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